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Adam Pieronczyk
„Komeda –
The Innocent Sorcerer“

Abschlusskonzert
der 6. Polnischen Filmwoche
16.04. 2011


Festsaal im K4

Einlass 19:30 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Eintritt 9 €

Adam Pieronczyk  (PL)
soprano & tenor saxophone

Gary Thomas (USA)
tenor saxophone

Nelson Veras (Brazil)
acoustic guitar

Sławek Kurkiewicz (PL)
double bass

Łukasz Zyta (PL) –
drums, percussion

 

 

 



Der Titel „Komeda – The Innocent Sorcerer“ bezieht sich auf einen Film von Andrzej Wajda aus dem Jahr 1960 („Niewinni czarodzieje“ – „The Innocent Sorcerers“), der das Milieu einer jungen Bohème in Warschau einfängt und in dem Roman Polanski und Krzysztof Komeda in den Rollen von Schauspielern zu erleben sind, gewiss zu einem Teil auch sich selbst spielend.

 

FOTOS: JUTTA MISSBACH

Musik von Krzysztof Komeda, neu beleuchtet, neu zum Klingen, zum Funkeln gebracht. Leichtfüßig, mitunter fast tanzend. „The Innocent Sorcerer“ reiht sich ein in die große Geschichte des polnischen Jazz.

Wenn es Wörter gibt, die die Musik von Krzysztof Komeda zu beschreiben vermögen, dann sind es diese: Magie und Imagination. Das hat gewiss auch damit zu tun, dass der Jazzpianist, Komponist und Bandleader dem Film so eng verbunden war. Und damit, dass er als ein innovativer Filmkomponist von Weltrang die Bilder nicht illustriert, sondern musikalisch ergänzt hat. Jedes seiner Stücke (das bekannteste: „Rosemary’s Lullaby“) schafft eine andere Atmosphäre.

Adam Pieronczyk, Jahrgang 1970, fand einen eigenen Zugang zur Musik von Komeda. Nach einer Vielzahl von Platten mit eigenen Kompositionen fühlte er sich reif zu dieser Hommage, die nicht nur von der Atmosphäre der Kompositionen Krzysztof Komedas illuminiert wird, sondern auch die Erfahrungen des Saxophonisten und Bandleaders spiegelt.

Adam Pieronczyk nähert sich Komeda, indem er ihn von seiner Substanz zu begreifen versucht, nicht über die klangliche Angleichung. Fundamental der Verzicht auf jenes Instrument, das sich zuerst mit Komeda assoziiert: das Piano. Mit der klassischen Gitarre kommt eine luftige Stimmung ins Spiel. Nylonsaiten statt Stahl, Percussion mehr noch als Schlagzeug. Dazu zwei amerikanische Freigeister, Echos von Coltrane, Harmonien von Bill Evans, Latin-Leichtigkeit, eigenes Befinden und die Themen von Komeda, Earcatcher mit Tiefgang.